Corona und die Immobilienblase

Was bedeutet die Coronakrise für den Immobilienmarkt? Gibt es eine Immobilienblase, die nun zu platzen droht?

Erst einmal freuen sich Eigentümer über die eigenen vier Wände, besonders, wenn ein schöner Balkon oder Garten den lockdown angenehmer macht. Wie schön, dass man sich für den Kauf entschieden hat!

Dazu kommt, dass die europäische Zentralbank seit vielen Monaten und Jahren die Zinsen auf einem Rekordtief hält. Für private Käufer ist das ein idealer Zeitpunkt, um eine Hypothek aufzunehmen, auch flüchten viele Kapitalanleger in den Kauf von Immobilien (Betongold). Durch den Kaufdruck stiegen die Immobilienpreise in Deutschland zwar regional unterschiedlich, insgesamt aber auf ein deutlich höheres Niveau.

Bei ausreichend Eigenkapital kann das niedrige Zinsniveau dazu genutzt werden, in einer überschaubaren Zeitspanne die Hypothek zu tilgen. Dann sind auch die jetzigen Preise nicht zu hoch, um in angemessener Zeit eine Rentenabsicherung aufgebaut zu haben und sich weiterhin über die eigenen viel Wände zu freuen! Eine Immobilienblase, die durch Spekulation getrieben wird, ist nicht auszumachen.

Jürgen Michael Schick, IVD Präsident, meint dazu: "Anlässlich der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) befürchten einige, dass sich wieder eine Immoiblienblase entwickeln könnte. Die Bedenken sind unbegründet, denn Käufer setzen heute mehr Eigenkapital ein. ... "

Auch auf dem privaten Sektor gibt es keine Warnzeichen. Im März 2016 wurden die Rahmenbedingungen für Kredite verschärft. Die Wahrscheinlichkeit, einen Immobilienkredit ohne entsprechende Bonität finanziert zu bekommen, ist nach wie vor sehr gering. Die stark gestiegene Nachfrage nach Wohnungen im Stadtbereich hat zu einer Wohnungsknappheit geführt, die die Preise in die Höhe getrieben hat. Nachfrage, nicht Spekulation ist hier der Treiber. Es gibt also keinerlei Anzeichen, dass der Markt überbewertet ist und eine Immobilienblase droht.

 


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